Blattläuse – eigentlich unproblematisch

Rotbuchenlaub - ohne Blattäuse

Rotbuchenlaub – ohne Blattläuse

Kunden fragen gelegentlich besorgt, wie man gegen Blattläuse angehen sollte.
Blattläuse oder Wollläuse können allerdings gesunden und vitalen Pflanzen nichts anhaben.

Also: eigentlich können Blattläuse ignoriert werden.
Hier nun aber die ausführlichere Antwort.

Was tun gegen Blattlausbefall?
Blattläuse müssen in der Regel nicht bekämpft werden, da Pflanzen wie Buchen oder Ahorn grundsätzlich mit ihnen „fertig werden“.

Blattläuse sind zudem Nahrung für Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder kleine Vögel, die die Population der Läuse stark dezimieren.

Die Pflanzen sterben durch Blattlausbefall auch nicht ab, sondern werden mit den Jahren immer resistenter gegen Läuse und Blattkrankheiten.

Buchenwolllaus – nur bei Rotbuchen und Blutbuchen
Die eigentlich ungefährliche Buchenwollaus ist erkennbar am wolligen Gespinst und tritt nur bei Buchenplanzen (nicht bei Hainbuche) auf.
Gegen die Buchenwolllaus kann eine neugepflanzte Hecke kurz vor dem Austrieb Ende April mit „Promanol Öl“ (Biologisches-Mittel) behandelt werden – dabei alle Pflanzenteile sehr gut benetzen.
Dies ist aber nicht zwingend notwendig und dient in den ersten 2-3 Jahren zur Unterstützung des Wachstums.

Gesunden und vitalen Hecken sind Läuse egal

Eine gut mit Wasser versorgte Hecke in gutem Boden mit etwas Nährstoffen ist sehr robust (auch gegen Läuse), langlebig, dicht und gesund.
Bei einer solchen Hecke kann man Blatt – oder Wollläuse schlichtweg ignorieren.

Langanhaltende Trockenperioden können Hecken sehr zusetzen und teils zum Absterben durch Austrocknung und zu Schädlingsbefall führen.

Hecken aus Thuja, Ilex, Taxus, Kirschlorbeer und Rotbuchen mit geschwächten Pflanzen haben dann nicht genügend Widerstandskräfte gegen Parasiten und Pilze.

Gerade immergrüne Hecken aus Thuja, Ilex oder Eibe sind auf ausreichend Feuchtigkeit angewiesen.
Nur dann können sie sich durch Harzfluss gegen Widersacher wehren.

Gesunde und vitale Hecken

Bei Berücksichtung folgender Punkte kommt man zu einer kräftigen und widerstandsfähigen Hecke.

  1. Verwenden Sie zur Pflanzung gute und gesunde Pflanzen – am besten Containerware.
  2. Lockern Sie den Boden vor der Pflanzung gut auf.
    In einer Breite von ca. 1 Meter und einer Tiefe von ca. 50 cm sollte guter lockerer Mutterboden vorhanden sein.
    Dort finden die Wurzeln alles, was sie brauchen.

  1. Hecken benötigen im Sommer genügend Wasser.
    Bei Trockenperioden gießen sie gelegentlich kräftig oder nutzen Sie einen Tropfschlauch entlang der Hecke.
    Wichtig: Mit der Spatenprobe prüfen Sie, ob in ca. 40 cm Tiefe der Boden feucht ist.
  2. Eine leichte Düngung einmal pro Jahr mit Blaukorn (eine Handvoll Blaukorn oder anderer Volldünger für 2-3 Pflanzen ab Mitte Mai )
  3. Wir empfehlen den jährlichen Schnitt vorzugsweise ab Anfang Juli bis Mitte August.
    Zuvor sollte auf brütende Vögel geprüft werden.
    Die Schnittwunden können verheilen und überwachsen.

Mit diesen Tipps haben Sie immer die schönste Hecke.

Ihr Gärtnermeister 😉

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